Franciscans of Halifax Franziskaner Leben Sprachauswahl Home Spiritualität Links Bilder Wo wir sind Wer wir sind... Unsere Geschichte Kontemplation Aktives Leben Franziskaner Leben Contact “Ich möchte, daß meine Brüder immer und überall predigen, und manchmal auch Worte benutzen.” 
(St. Francis of Assisi)
Das Wort “Charisma” führt uns zur Erlösung Gottes, die sich in Jesus Christus manifestiert hat, zum Geschenk des ewigen Lebens, zum Geschenk der Gnade. Der Begriff unterstreicht den freien, und kostenfreien Charakter der Offenbarung: Gott gibt in seiner Barmherzigkeit. 
Die Gaben Gottes, in spezieller Weise wenn in Bezug zur Geschichte Israels, werden ebenfalls als Charismas definiert. Charakteristisch jedoch ist die Benutzung des Begriffs in 1 Kor. 12:4, 28, 30, 31 und in Röm. 12:6. In diesem Fall ist das Charisma nicht das Geschenk der Erlösung an sich, sondern die Gabe eines Lebens hingegeben in einem Leben im Dienste der Brüder und Schwestern. 
 “Jeder, als ein guter Verwalter der verschiedenen Gaben Gottes, muß die spezielle Gabe, die er von Gott erhalten hat, zum Wohl des anderen einsetzen”, schreibt der Heilige Petrus (1 Pt 4: 10).
Im Glauben wird die Gabe der Erlösung nicht zum Besitz des einzelnen Gläubigen, so als wäre es der Schatz des Individuums, sondern wird zur Quelle von anderen Gaben. Der Gläubige hat ein Charisma der Gnade erhalten, so dass er dazu befähigt wird zu geben, und gar sich selbst zu geben.
Die Struktur der Franziskanischen Gemeinschaft, ebenso wie all die anderen kirchlichen Realitäten der Minoriten, ist auf den Zeiten des Heiligen Franz von Assisi basiert. Das Konzept des absoluten Vorgesetzten, wie z. B. eines Abt, oder einer anderen feudalen Form, die auf dem Konzept der Territorialität und auf der Figur eines einzigen Vorgesetzten auf Lebenszeit basieren, existiert bei den Franziskanern nicht. Die Strukturen die von einer feudalen Vorstellung abstammen, tendieren dazu, so etwas wie eine “Zustimmung” zu haben, und diese ist oftmals von der Meinung der herausragenden Personen bestimmt.
Franz bestimmt mit seiner Lebensregel das Kapitel und das Definitorium als die bestätigenden Instanzen des gemeinschaftlichen Pfades. Er ist sich dabei der Führung durch den Heiligen Geist sicher, der, durch die zuverlässige und maßgebende Stimme des Heiligen Stuhls, danach trachtet, den Sinn und den Dienst ihrer Präsenz in der heutigen Kirche zu finden. Nun, Kapitel und Definitorium sind die wahren Vorgesetzten der Franziskanischen Familie. Diese hat, eher als sich auf dem Konzept der Zustimmung zu basieren, bevorzugt sich auf dem Konzept der Kollegialität zu gründen. Das Konzept der Kollegialität ist näher an den Aposteln,  und weiter von der feudalen Welt entfernt. Es ist nicht nur ein Kollegium das die Familie leitet, sondern die Mitglieder dieser Organe werden normalerweise alle 4 Jahre erneuert, mit einem maximalen Mandat (selbstverständlich nur wenn sie auch von der Basis gewählt werden sollten) von 12 Jahren.
Das Kapitel definiert das conventuale Leben einer einzigen Gemeischaft, während das Definitorium (zusammen mit dem Provinzial) das Leben der Provinz gestaltet.