Franciscans of Halifax Spiritualität Das Damianskreuz, Nachbildung  in der Kirche San Francesco a Folloni, Italien Oster Schmuck in Italien Das Kloster  San Francesco a Folloni, Montella, Italien “Dies ist das Leben der minderen Brüder, das Evangelium zu leben.”  
(Regola Bullata, n.1)
Dies ist, für alle Franziskaner, Männer sowohl als auch Frauen, jedweden Ordens und Ranges, das Fundament ihrer Spiritualität.
Das Evangelium zu leben wird in die Beispielhaftigkeit des Lebens Christi übersetzt, mit bevorzugten Momenten, die einzigartig für den Franziskanischen Geist sind: die Menschwerdung und das Kreuz. Während all dieser 8 Jahrhunderte der Existenz der Franziskanischen Familie haben Tausende, nein sogar Millionen von Frauen und Männern diese Worte als Grundlage ihrer Geistlichkeit genommen.
Man mag von der Einfachheit und der Genialität dieser Feststellung überrascht sein. Ist es vielleicht eine Anklage, die aus den Zeiten des Heiligen Franz überliefert worden ist? War es vielleicht aufgrund der Korruption der Kirche und der Bewegungen der Katharer und Albigenser? 
Das scheint der fall zu sein, würde aber aus dem Heiligen Franz ein Blumenkind machen!I Der Heilige Franz klagt niemanden an: diese Einstellung ist seinem Geiste zuwider. Franz “ändert” (metanoia) selber: “Der Herr gab mir die Aufgabe, Buße zu tun...”. Bekehrung bedeutet nicht, die Entscheidung zu treffen ein moralisch einwandfreies Leben zu führen, was zur Lebenszeit des Heiligen ein schwieriges Unterfangen war, sondern bedeutet ein sehr spezielles Treffen mit Christus, gestorben und auferstanden...mit dem Kreuz vom Heiligen Damian. Er scheint einen Hauch der Erfahrung des Paul von Tarsus zu erhaschen: in einem einzigen Augenblick ist er vor Ihm, voll und ganz.  In diesem Augenblick versteht man, daß Er Gott ist, und das es keine Trennung zwischen Ihm und Seiner Kirche gibt: “Franz, geh und repariere meine Kirche, die, wie du siehst, zusammenbricht.”
Liebe für die Kirche ist streng mit der Liebe für Christus verbunden. Daher, um dem Herrn wohl zu gefallen, möchte Franz gehorsam gegenüber der Kirche sein.
In all diesem entdeckt Franz die Gelübde las theologische Orte. Armut, Keuschheit, und Gehorsam sind nicht asketische Modalitäten, sondern sind vielmehr theologische Orte im höchsten Sinne, Wirklichkeiten die zum Sohn Gottes gehören.
Die Franziskaner, und daher auch die Franziskaner von Halifax, leben diesen Geist in der höchsten Bereitschaft zum Dienst: Dienst an jeder armen Person, arm sowohl im Geiste, als auch im Verstand, als auch im Körper.

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